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2010

         Veranstaltungen in Bielefeld und NRW:



                  Hier ein Videospot von mittendrin e.v.

Hier ein Youtube-Video zu einer Schulgründung in Hannover:






Bildungsstreiktag 2010 am 9. Juni in Bielefeld

(10.06.10)       Der diesjähirge bundesweite Bildungsstreik fand auch in Bielefeld statt. Am 9. Juni zogen ab 10 Uhr im Sternmarsch Züge zum Jahnplatz. Etwa 2500 Schülerinnen und Schüler,                                                                                                                               
Studierende und weitere UnterstützerInnen nahmen an der Abschlusskundgebung teil. Die RednerInnen erneuerten ihre Forderungen nach u.a. Einer Schule für alle, Abschaffung der Studiengebühren, lebenslanger unentgeltlicher Bildung sowie mehr Demokratie in Schule und Hochschule. Die Polizei war stark präsent, unter anderem auch mit einer Pferdestaffel. Dies erwies sich als völlig übertrieben und unnötig. Trotz der geringeren Teilnahme als im Vorjahr war die Stimmung sehr gut und kämpferisch.
Weitere Informationen finden Sie/findet ihr auf der Internetseite unter www.bildungsstreik-bielefeld.de


2. Runder Tisch "Inklusion in der Schule voranbringen: GU stärken und ausbauen!    

(05.04.10)       Beim 2. Treffen des Runden Tischs im Haus der Kirche stand die Diskussion der Erfahrungen mit dem Gemeinsamen Unterricht (GU) von Schülerinnen und Schülern mit und ohne Behinderungen im Vordergrund. Momentan werden an 6 Grundschulen, der Laborschule und in 3 Schulen der Sekundarstufe Kinder gemeinsam unterrichtet. Im nächsten Schuljahr kommen zwei Grundschulen hinzu. Dies entspricht aber insbesondere in der Sekundarstufe bei weitem nicht den Forderungen der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen.
Mehrere Teilnehmerinnen und Teilnehmer, gerade auch Lehrer aus GU-Schulen, bezeichneten den Gemeinsamen Unterricht in Bielefeld als erfolgreichen Weg, der jedoch lediglich bis Ende 2012 seitens der Politik abgesichert sei. Keiner wisse, was dann kommen würde.
Unter den Bielefelder Parteien sei es schulpolitisch Konsens, den GU fortzuführen, meinte Peter Grün, der die BfB als Ratsmitglied im Schulausschuss vertritt. Dem stimmte auch Onur Ocak, stellvertretender Fraktionvorsitzender Die Linke, zu.
Anne Röder forderte einen Entwicklungsplan für die Erreichung des Inklusiven Bildungswesens entsprechend der UN-Konvention von der Stadt Bielefeld. Darunter sind weitere gemeinsame Unterrichtsmöglichkeiten unter entsprechenden Qualitätsgesichtspunkten gemeint, die nur mit Hilfe einer Beteiligung von Jugend- und Sozialhilfe, sprich Sozialpädagogen, Psychologen und Integrationshelfern, möglich sein werden.
Für die Bielefelder Initiative Eine Schule für alle merkte Uta Kumar kritisch an, dass es in Bielefeld keine Offensive gebe, die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen im Schulbereich umzusetzen. Bislang sei dies auch unerklärlicher Weise nicht als Aufgabe des geplanten Bildungsbüros bzw. -netzwerks genannt worden. Es sei aber nicht nur das Land NRW gefordert, sondern auch die Stadt Bielefeld, das Recht jedes Kindes mit Behinderung auf einen Platz an der Regelschule zu gewährleisten.
Deshalb überlegt der Veranstalterkreis, einen Bürgerantrag an den Rat zu stellen mit den Zielen:
  • weitere Absicherung und Ausbau des Gemeinsamen Unterrichts (GU) und
  • Erstellung eines Handlungskonzeptes, das die weitere Entwicklung zur schulischen Inklusion beschreibt.

Rechtsgutachten stellt unmittelbare Wirksamkeit des Rechts auf Unterricht an Allgemeinen Schulen klar - Länder müssen handeln


(29.01.10)        Am 28.01.2010 wurde in Berlin ein Rechtsgutachten vorgestellt, das der Elternverband Gemeinsam Leben, Gemeinsam Lernen NRW zusammen mit dem Sozialverband Deutschland (SoVD) durch den renomierten Völkerrechtler Prof. Dr. Eibe Riedel erstellen lassen hat.
Das Fazit: "Behinderte Kinder haben ab sofort das Recht, gemeinsam mit nicht behinderten Kindern eine allgemeine Schule zu besuchen. Nach der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) gilt dieser Anspruch für das einzelne Kind unabhängig von anders lautenden Schulgesetzen. Zudem müssen Bund und Länder zügig inklusive Bildung verwirklichen und dafür auch Qualitätsmaßstäbe festlegen."
Die Presseinformation der Verbände und eine Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse findet sich auf der Homepage der LAG.


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Nächstes Treffen unserer Initiative: Jeden letzten Donnerstag im Monat, nicht in den Schulferien [siehe Terminkalender]

 

letzte Aktualisierung: 19.01.10                                                                                                 nach oben

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