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Veranstaltungen in Bielefeld
und NRW:
Hier ein Videospot von mittendrin e.v.
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Bildungsstreiktag 2010 am 9. Juni in Bielefeld
(10.06.10)
Der diesjähirge
bundesweite Bildungsstreik fand auch in Bielefeld statt. Am 9.
Juni zogen ab 10 Uhr im Sternmarsch Züge zum Jahnplatz. Etwa 2500
Schülerinnen und Schüler,
Studierende und weitere UnterstützerInnen nahmen an der
Abschlusskundgebung teil. Die RednerInnen erneuerten ihre Forderungen
nach u.a. Einer Schule für alle, Abschaffung der
Studiengebühren, lebenslanger unentgeltlicher Bildung sowie mehr
Demokratie in Schule und Hochschule. Die Polizei war stark
präsent, unter anderem auch mit einer Pferdestaffel. Dies erwies
sich als völlig übertrieben und unnötig. Trotz der
geringeren Teilnahme als im Vorjahr war die Stimmung sehr gut und
kämpferisch.
2. Runder Tisch "Inklusion in der Schule
voranbringen: GU stärken und ausbauen!
(05.04.10)
Beim 2.
Treffen des Runden Tischs im
Haus der Kirche stand die Diskussion der Erfahrungen mit dem
Gemeinsamen Unterricht (GU) von Schülerinnen und
Schülern mit und
ohne Behinderungen im Vordergrund. Momentan werden an 6 Grundschulen,
der Laborschule und in 3 Schulen der Sekundarstufe Kinder gemeinsam
unterrichtet. Im nächsten Schuljahr kommen zwei Grundschulen
hinzu.
Dies entspricht aber insbesondere in der Sekundarstufe bei weitem
nicht den Forderungen der UN-Konvention über die Rechte von
Menschen
mit Behinderungen.
Mehrere Teilnehmerinnen und Teilnehmer,
gerade auch Lehrer aus GU-Schulen, bezeichneten den Gemeinsamen
Unterricht in Bielefeld als erfolgreichen Weg, der jedoch lediglich
bis Ende 2012 seitens der Politik abgesichert sei. Keiner wisse, was
dann kommen würde.
Unter den Bielefelder Parteien sei es
schulpolitisch Konsens, den GU fortzuführen, meinte Peter
Grün, der
die BfB als Ratsmitglied im Schulausschuss vertritt. Dem stimmte auch
Onur Ocak, stellvertretender Fraktionvorsitzender Die Linke, zu.
Anne Röder forderte einen
Entwicklungsplan für die Erreichung des Inklusiven
Bildungswesens
entsprechend der UN-Konvention von der Stadt Bielefeld. Darunter sind
weitere gemeinsame Unterrichtsmöglichkeiten unter
entsprechenden
Qualitätsgesichtspunkten gemeint, die nur mit Hilfe einer
Beteiligung von Jugend- und Sozialhilfe, sprich
Sozialpädagogen,
Psychologen und Integrationshelfern, möglich sein werden.
Für die Bielefelder Initiative Eine
Schule für alle merkte Uta Kumar kritisch an, dass es in
Bielefeld
keine Offensive gebe, die UN-Konvention über die Rechte von
Menschen
mit Behinderungen im Schulbereich umzusetzen. Bislang sei dies auch
unerklärlicher Weise nicht als Aufgabe des geplanten
Bildungsbüros
bzw. -netzwerks genannt worden. Es sei aber nicht nur das Land NRW
gefordert, sondern auch die Stadt Bielefeld, das Recht jedes Kindes
mit Behinderung auf einen Platz an der Regelschule zu
gewährleisten.
Deshalb überlegt der
Veranstalterkreis, einen Bürgerantrag an den Rat zu stellen
mit den
Zielen:
- weitere Absicherung und Ausbau des
Gemeinsamen
Unterrichts (GU) und
- Erstellung eines
Handlungskonzeptes, das die
weitere Entwicklung zur schulischen Inklusion beschreibt.
Rechtsgutachten stellt unmittelbare
Wirksamkeit
des
Rechts auf Unterricht an Allgemeinen Schulen klar - Länder
müssen handeln
(29.01.10)
Am 28.01.2010 wurde in Berlin ein
Rechtsgutachten
vorgestellt, das der Elternverband Gemeinsam Leben, Gemeinsam Lernen
NRW zusammen mit dem Sozialverband Deutschland (SoVD) durch den
renomierten Völkerrechtler Prof. Dr. Eibe Riedel erstellen
lassen
hat.
Das Fazit: "Behinderte Kinder haben ab sofort das Recht, gemeinsam mit
nicht behinderten Kindern eine allgemeine Schule zu besuchen. Nach der
UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) gilt dieser Anspruch
für
das einzelne Kind unabhängig von anders lautenden
Schulgesetzen.
Zudem müssen Bund und Länder zügig inklusive
Bildung
verwirklichen und dafür auch
Qualitätsmaßstäbe
festlegen."
Die Presseinformation der Verbände und eine Zusammenfassung
der wichtigsten Ergebnisse findet sich auf der Homepage der LAG.
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Nächstes Treffen unserer Initiative: Jeden
letzten Donnerstag im
Monat, nicht in den Schulferien [siehe Terminkalender]
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